Roxithromycin

Roxithromycin
Anwendungsgebiete:
Infektionen
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Roxithromycin 150 mg

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90 €0,77 €68,90
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Markennamen

Auch bekannt als (nach Land):
LandMarkennamen
Argentinien
Anuar Delos Klomicina Rulid Sinurit
Australien
Biaxin Biaxsig Roxar Roximycin Rulide
Belgien
Claramid Docroxithro Rulid
Brasilien
Floxid Rotram Roxid Roxina Roxitran Roxitricina Roxitrom Roxitromin Rulid
Deutschland
Infectoroxit Romyk Roxi Roxi-paed Roxi-Puren Roxi-Q Roxi-saar Roxibeta Roxidura Roxigamma Roxigrun RoxiHefa RoxiHexal Roxiklinge Roxithro-Lich Rulid
Dänemark
Forilin Forimycin Roximstad Surlid
Finnland
Roxibion Surlid
Frankreich
Claramid Rulid Subroxine
Griechenland
Acevor Anti-Bio Aristomycin Asmetic Azuril Bazuctril Bicofen Delitroxin Erybros Hobatmycine Macrolid-S Neo-Suxigal Nirox Oxetine Redotrin Roxibron Roxicillin Roximin Roxitazon Roxivinol Roxy-Due Roxyspes Rulid Seide Siguon Thriostaxil Tirabicin Toscamycin-R Uramilon Vaselpin Vomitoran
Italien
Assoral Overal Rossitrol Rulid
Malaysia
Roxcin Roxinox Rulid Uonin
Mexiko
Crolix Kensodic Roxitrol Rulid Sertrom Surlid
Neuseeland
Romicin Rulide
Niederlande
Rulide
Polen
Renicin Rolicyn Roxiratio Roxitron Rulid Xitrocin
Portugal
Inferoxin Odonticina Roxitron Rulide
Schweden
Cirumycin Surlid
Spanien
Macrosil Rotesan Rotramin Rulide
Tschechien
Rovenal Rulid
Türkei
Remora Ritosin Roksimin Roksolit Rulid
Ungarn
Renicin Rulid

Beschreibung

Hinweis: Die Bilder in der Beschreibung dienen nur zu Informationszwecken und können vom tatsächlichen Aussehen des Produkts abweichen. Bitte beachten Sie Produktname, Dosierung, Inhaltsstoffe und Darreichungsform.

Roxithromycin ist ein Makrolid-Antibiotikum, das in einigen Ländern, darunter Deutschland, zur Behandlung empfindlicher bakterieller Infektionen eingesetzt wird. Am häufigsten wird es bei Atemwegsinfektionen sowie einigen Haut- und Weichteilinfektionen verordnet. Es ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zum Einnehmen und sollte nur nach Anweisung eines Arztes angewendet werden.

Roxithromycin

Wofür es angewendet wird

Roxithromycin kann zur Behandlung bakterieller Infektionen durch empfindliche Erreger verschrieben werden, darunter bestimmte Infektionen der oberen und unteren Atemwege sowie einige Haut- und Weichteilinfektionen. Gegen Virusinfektionen wie Erkältungen oder Grippe wirkt es nicht.

Anwendung

In Märkten, in denen es zugelassen ist, wird Roxithromycin meist einmal oder zweimal täglich eingenommen, häufig mindestens 15 Minuten vor dem Essen, da Nahrung die Aufnahme verringern kann. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes und beenden Sie die Behandlung vollständig, sofern Ihnen nichts anderes gesagt wurde.

Roxithromycin im Vergleich zu anderen Antibiotika

Vergleich Roxithromycin Amoxicillin Azithromycin Erythromycin
Wirkstoffklasse Makrolid Penicillin (Beta-Laktam) Makrolid (Azalid) Makrolid
Typische Anwendung In einigen Ländern eine Alternative bei empfindlichen Atemwegs- und Hautinfektionen Häufige Erstlinienoption bei vielen HNO- und Atemwegsinfektionen, wenn passend Wird oft bei bestimmten Atemwegsinfektionen und einigen atypischen Erregern eingesetzt, wenn passend Älteres Makrolid; wird noch eingesetzt, ist aber oft durch Magen-Darm-Nebenwirkungen und Wechselwirkungen eingeschränkt
Penicillinallergie Kann bei manchen Patienten mit Penicillinallergie eine Alternative sein (ärztliche Entscheidung) Nicht geeignet bei echter sofortiger Penicillinallergie Kann bei manchen Patienten mit Penicillinallergie eine Alternative sein (ärztliche Entscheidung) Kann bei manchen Patienten mit Penicillinallergie eine Alternative sein (ärztliche Entscheidung)
Nahrungsmittelwirkung Die Aufnahme kann durch Nahrung beeinträchtigt werden; oft vor den Mahlzeiten eingenommen In der Regel mit oder ohne Nahrung einnehmbar, je nach Produkt Abhängig von der Darreichungsform; viele Präparate können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden Abhängig vom Salz und von der Darreichungsform; bei einigen spielt Nahrung eine Rolle
Häufige Nebenwirkungen Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall), Kopfschmerzen, Hautausschlag Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschlag; Durchfall kann auftreten Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall; oft weniger Übelkeit als bei Erythromycin Häufig Magen-Darm-Beschwerden; Übelkeit und Bauchkrämpfe kommen oft vor
QT-/Arrhythmie-Risiko Klassenwarnung für Makrolide: In seltenen Fällen kann es zu einer QT-Verlängerung kommen Kein Antibiotikum mit typischer QT-verlängernder Wirkung Klassenwarnung für Makrolide: In seltenen Fällen kann es zu einer QT-Verlängerung kommen Klassenwarnung für Makrolide: In seltenen Fällen kann es zu einer QT-Verlängerung kommen
Potenzial für Arzneimittelwechselwirkungen Kann mit einigen Medikamenten wechselwirken (siehe unten); Vorsicht bei Antikoagulanzien Weniger CYP-bedingte Wechselwirkungen als Makrolide In der Regel weniger CYP3A-Wechselwirkungen als Erythromycin/Clarithromycin Mehr CYP-bedingte Wechselwirkungen als viele Alternativen

Wann Ärzte üblicherweise welches Mittel wählen

Szenario (vereinfacht) Oft in Betracht gezogen Hinweise
Typische bakterielle HNO-/Atemwegsinfektion, bei der ein Beta-Laktam geeignet ist Amoxicillin Häufige Erstlinienwahl in vielen Leitlinien und Märkten; abhängig von Diagnose und regionalen Resistenzmustern.
Verdacht auf "atypische" Atemwegserreger oder Bedarf an einer Makrolid-Option Azithromycin Wird innerhalb der Makrolid-Klasse oft wegen der einfachen Dosierung und insgesamt geringerer CYP3A-Wechselwirkungen als Erythromycin bevorzugt.
Bedarf an einer Makrolid-Alternative, sofern lokal verfügbar Roxithromycin Wird in einigen Ländern eingesetzt; lokale Produktinformationen sind zu beachten. In Deutschland ist keine entsprechende Zulassung gegeben.
Ein Makrolid wird benötigt, aber neuere Alternativen sind nicht geeignet oder nicht verfügbar Erythromycin In bestimmten Situationen wirksam, aber durch Magen-Darm-Nebenwirkungen und viele Wechselwirkungen eingeschränkt.
Wann bei Makroliden besondere Vorsicht nötig ist Roxithromycin / Azithromycin / Erythromycin Vorsicht bei bekannter QT-Verlängerung, Elektrolytstörungen oder wenn andere QT-verlängernde Medikamente eingenommen werden.

Wirkungsweise

Roxithromycin ist ein Makrolid-Antibiotikum. Es bindet an die 50S-ribosomale Untereinheit und hemmt so die bakterielle Proteinsynthese.

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall, Kopfschmerzen und Hautausschlag.

Beenden Sie die Einnahme und suchen Sie sofort medizinische Hilfe, wenn Sie Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion entwickeln, zum Beispiel Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder an der Zunge oder Atembeschwerden, außerdem bei schweren Hautreaktionen (Blasenbildung/Abschälen der Haut), schwerem oder anhaltendem Durchfall oder Anzeichen einer Leberschädigung wie dunklem Urin, Gelbfärbung der Haut oder Augen oder starker Müdigkeit.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Herzrhythmus: Seltene Fälle von QT-Verlängerung und schweren Arrhythmien wurden unter Makroliden berichtet. Besondere Vorsicht ist nötig bei bekannter QT-Verlängerung, niedrigen Kalium- oder Magnesiumwerten, langsamem Herzschlag oder wenn Sie andere QT-verlängernde Medikamente einnehmen.
  • Antibiotika-assoziierte Diarrhö: Schwere Durchfälle, einschließlich Clostridium-difficile-Kolitis, können während oder nach einer Antibiotikatherapie auftreten.
  • Leber: Selten wurden Leberschäden berichtet. Bei schwerer Leberinsuffizienz ist Vorsicht geboten. Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes.
  • Niere: Selten wurden Fälle von interstitieller Nephritis gemeldet.

Arzneimittelwechselwirkungen

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker über alle Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die Sie einnehmen. Wichtige Wechselwirkungen können sein:

  • Warfarin und andere Vitamin-K-Antagonisten: Es wurden erhöhte INR-Werte und Blutungen berichtet; bei gleichzeitiger Anwendung wird eine INR-Kontrolle empfohlen.
  • Statine und Fibrate: Seltene Fälle von Muskeltoxizität wurden bei solchen Kombinationen beobachtet; melden Sie Muskelschmerzen oder Muskelschwäche umgehend.
  • Theophyllin: Die Exposition kann leicht ansteigen; bei manchen Patienten ist eine Überwachung sinnvoll.
  • QT-verlängernde Medikamente: Die Kombination kann das Risiko für Arrhythmien erhöhen.

Besondere Patientengruppen

  • Schwangerschaft und Stillzeit: Nur nach ärztlicher Verordnung anwenden. Kleine Mengen können in die Muttermilch übergehen; besprechen Sie Risiken und Nutzen mit einem Arzt.
  • Leberinsuffizienz: Bei schwerer Leberinsuffizienz kann eine Dosisreduktion empfohlen werden (nach ärztlicher Anweisung).
  • Niereninsuffizienz: Bei kurzfristiger Behandlung ist meist keine Dosisanpassung nötig; eine schwere Einschränkung sollte ärztlich überwacht werden.
  • Kinder: Die Dosierung richtet sich nach dem Körpergewicht und sollte den lokalen Produktinformationen sowie der ärztlichen Anweisung folgen.

Pharmakokinetik

Roxithromycin hat eine absolute Bioverfügbarkeit von etwa 50 %. Maximale Konzentrationen werden typischerweise etwa 1-2 Stunden nach der Einnahme erreicht. Nahrung kann die Aufnahme verringern. Der Wirkstoff ist stark an Proteine gebunden und verteilt sich im Gewebe; geringe Mengen können in der Muttermilch nachweisbar sein. Die Elimination erfolgt über mehrere Wege, darunter die fäkale und renale Ausscheidung. Die berichtete Halbwertszeit liegt bei gesunden Erwachsenen bei etwa 12 Stunden und kann bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen verlängert sein.

Off-Label- oder experimentelle Anwendungen

Einige Studien haben Makrolide, darunter Roxithromycin, bei Erkrankungen wie Gingivahyperplasie oder zur kardiovaskulären Prävention untersucht. Dies sind keine standardmäßig zugelassenen Anwendungsgebiete.

Lagerung

Bei unter 25°C an einem kühlen, trockenen Ort lagern. Vor Licht und Feuchtigkeit schützen. Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.

Geprüft von
Donna Brettler
BPharm, MPH - Pharmakologin und medizinische Autorin

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