Indinavir 400 mg Kapseln

Indinavir
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Generic:
Indinavir
Anwendungsgebiete:
HIV
Ähnliche Präparate:
Atazanavir Darunavir Lopinavir/Ritonavir Saquinavir Nelfinavir Fosamprenavir Tipranavir Crixivan Invirase Kaletra Norvir Prezista Reyataz Ritonavir Viracept
Indinavir 400 mg Kapseln enthalten einen HIV-Proteasehemmer für die antiretrovirale Kombinationstherapie. Mehrere tägliche Einnahmezeitpunkte, die Abstimmung mit Mahlzeiten, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und zahlreiche mögliche Wechselwirkungen machen eine sorgfältig geplante Therapieroutine erforderlich.
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Indinavir 400 mg

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FAQ

In Deutschland ist Indinavir verschreibungspflichtig und wird in örtlichen Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben. Nach unserer Bestellrichtlinie kann Indinavir jedoch ohne Rezept bestellt und per Post versandt werden. Die notwendige ärztliche Betreuung einer HIV-Therapie ersetzt dies nicht.

Indinavir sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies nach einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung eindeutig erforderlich ist. Die Arzneimittelspiegel können in der Schwangerschaft verändert sein; außerdem bestehen Bedenken wegen möglicher Bilirubinwerte beim Neugeborenen. Die antiretrovirale Behandlung sollte daher zeitnah durch das behandelnde HIV-Team überprüft und nicht eigenständig abgesetzt oder geändert werden.

Für die konkret angebotenen Indinavir 400-mg-Kapseln liegen keine bestätigten Angaben zu einer aktuellen deutschen Zulassung oder zum deutschen Zulassungsinhaber vor. Eine Katalogangabe mit Wirkstoff und Stärke belegt weder eine Zulassung noch die regulatorische Gleichwertigkeit eines bestimmten Herstellers. Die aktuellen Angaben zum erhaltenen Produkt stehen auf der Packung und in der zugehörigen Produktinformation.

Die Kapseln bei 15 °C bis 30 °C im fest verschlossenen Originalbehälter aufbewahren. Das enthaltene Trockenmittel im Behälter lassen, da es die Kapseln vor Feuchtigkeit schützt. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Indinavir-Kapseln werden oral mit einem großen Glas Wasser eingenommen, üblicherweise auf nüchternen Magen - mindestens 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeit. Die klassische Erwachsenendosis beträgt 800 mg alle 8 Stunden, entsprechend zwei 400-mg-Kapseln, wobei es auch andere antiretrovirale Behandlungsschemata geben kann. Eine ausreichende tägliche Flüssigkeitszufuhr, in der Regel mindestens 1,5 L, hilft, dem Risiko von Nierensteinen vorzubeugen.

Indinavir ist ein HIV-Proteasehemmer zur Behandlung einer HIV-1-Infektion. Es wird nicht allein, sondern zusammen mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln eingesetzt. Indinavir heilt HIV nicht, kann aber als Teil einer wirksamen Kombinationstherapie die Virusvermehrung unterdrücken.

Beschreibung

Hinweis: Die Bilder in der Beschreibung dienen nur zu Informationszwecken und können vom tatsächlichen Aussehen des Produkts abweichen. Bitte beachten Sie Produktname, Dosierung, Inhaltsstoffe und Darreichungsform.

Indinavir 400 mg Kapseln als anspruchsvolle Therapieoption

Indinavir 400 mg Kapseln enthalten einen älteren, heute seltener eingesetzten HIV-Proteasehemmer. Für die Kauf- und Therapieentscheidung sind vor allem das vergleichsweise anspruchsvolle Einnahmeschema, die Abstimmung mit Mahlzeiten, die notwendige Flüssigkeitszufuhr und das Risiko klinisch bedeutsamer Wechselwirkungen relevant. Indinavir wird nicht allein, sondern im Rahmen einer ärztlich festgelegten antiretroviralen Kombinationstherapie angewendet.

Im Vergleich zu vielen neueren Therapieoptionen verlangt Indinavir häufig mehrere Einnahmezeitpunkte pro Tag. Zudem müssen die Vorgaben zur Einnahme auf nüchternen Magen oder mit einer geeigneten leichten Mahlzeit genau beachtet werden. Diese Anforderungen können für Menschen mit einem wechselnden Tagesablauf schwieriger einzuhalten sein als ein einmal täglich anzuwendender oder pharmakologisch verstärkter Therapieplan. Die Entscheidung sollte sich daher nicht nur an der Wirkstoffklasse orientieren, sondern auch an Vortherapien, Resistenzbefunden, Begleiterkrankungen, weiteren Arzneimitteln und der praktischen Umsetzbarkeit.

Wirkstoff, Kapseln und therapeutische Einordnung

Der Wirkstoff ist Indinavir, ein HIV-Proteasehemmer mit dem ATC-Code J05AE02. Wir führen das Arzneimittel in der Stärke 400 mg als Kapseln zum Einnehmen. Tabletten, Lösungen, andere Wirkstärken oder abweichende Darreichungsformen gehören nicht zu den für dieses Produkt angegebenen Optionen.

Indinavir hemmt ein virales Enzym, das HIV zur Bildung reifer, infektionsfähiger Viruspartikel benötigt. Dadurch kann der Wirkstoff die Virusvermehrung begrenzen. Er beseitigt HIV jedoch nicht aus dem Körper und heilt bereits infizierte Zellen nicht. Um die Viruslast wirksam zu unterdrücken und die Entstehung von Resistenzen zu begrenzen, wird Indinavir zusammen mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen eingesetzt. Mögliche Kombinationspartner stammen häufig aus anderen Wirkstoffklassen, beispielsweise nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern wie Lamivudin. Ein entsprechendes Katalogprodukt ist Epivir.

Für wen kann Indinavir infrage kommen?

Ob Indinavir medizinisch geeignet ist, entscheidet die behandelnde HIV-Schwerpunktpraxis anhand der bisherigen Behandlung, möglicher Resistenzen, der Nieren- und Leberfunktion sowie der Begleitmedikation. Das Produkt kann insbesondere dann besprochen werden, wenn Indinavir Teil eines bereits festgelegten oder früher wirksamen Therapieplans ist und die erforderliche Einnahmeroutine zuverlässig eingehalten werden kann.

Vor der Entscheidung sind unter anderem folgende Punkte wichtig:

  • Mehrere regelmäßige Einnahmezeitpunkte müssen sich dauerhaft in den Alltag integrieren lassen.
  • Die Einnahme muss entsprechend der ärztlichen Anweisung mit den Mahlzeiten abgestimmt werden.
  • Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, weil Indinavir Nierensteine und Beschwerden der Harnwege begünstigen kann.
  • Bestehende Nierenerkrankungen, frühere Nierensteine, Lebererkrankungen und Diabetes müssen vorab ärztlich berücksichtigt werden.
  • Alle verschreibungspflichtigen, frei verkäuflichen und pflanzlichen Präparate müssen auf mögliche Wechselwirkungen geprüft werden.

Für Kinder ist eine Anwendung nicht grundsätzlich ausgeschlossen, die Dosierung richtet sich jedoch nach der Körperoberfläche und erfordert eine besonders enge ärztliche Überwachung. Für Kinder unter vier Jahren sind Sicherheit und Wirksamkeit nicht ausreichend belegt. Schwangere benötigen eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung. Weitere Produkte für die antiretrovirale Behandlung finden Sie in unserer HIV-Produktübersicht.

Wie wirkt Indinavir im Körper?

HIV bildet zunächst lange Vorläuferproteine, die durch die virale Protease in funktionsfähige Bestandteile zerlegt werden. Indinavir bindet an diese Protease und hemmt ihre Aktivität. In der Folge entstehen überwiegend unreife Viruspartikel, die neue Zellen nicht auf die übliche Weise infizieren können. Der Wirkstoff greift damit an einem anderen Abschnitt des Viruszyklus an als Reverse-Transkriptase- oder Integrasehemmer.

Für die praktische Anwendung ist außerdem bedeutsam, dass Indinavir eng mit dem Enzymsystem CYP3A4 verbunden ist. Der Wirkstoff wird über diesen Stoffwechselweg abgebaut und kann ihn zugleich beeinflussen. Andere Arzneimittel können die Konzentration von Indinavir dadurch erhöhen oder senken; umgekehrt kann Indinavir die Konzentration bestimmter Begleitmedikamente verändern. Zu niedrige Wirkstoffspiegel können die antivirale Wirkung gefährden, während zu hohe Spiegel das Risiko von Nebenwirkungen steigern können.

Auch größere, kalorien-, fett- oder eiweißreiche Mahlzeiten können die Aufnahme von Indinavir deutlich vermindern. Deshalb sind die konkreten zeitlichen Vorgaben aus der ärztlichen Verordnung und der zum Präparat gehörenden Packungsbeilage verbindlich. Eine eigenständige Änderung der Einnahme mit dem Ziel, Nebenwirkungen zu vermeiden oder den Tagesablauf zu vereinfachen, ist nicht sinnvoll.

Einnahme und verlässliche Therapieroutine

Indinavir muss genau nach dem individuell verordneten Schema eingenommen werden. Historisch übliche Therapiepläne sehen mehrere Einnahmen pro Tag in gleichmäßigen Abständen vor; das konkrete Schema kann jedoch von den Kombinationspartnern, Wechselwirkungen und individuellen medizinischen Faktoren abhängen. Die Anzahl der Kapseln und die Einnahmezeiten dürfen deshalb nicht allein anhand der verfügbaren Stärke festgelegt werden.

Für eine verlässliche Routine sind folgende Grundsätze hilfreich:

  • Die Kapseln werden unzerkaut mit Wasser und zu den festgelegten Zeiten eingenommen.
  • Die Vorgaben zum Abstand vor oder nach einer Mahlzeit beziehungsweise zu einer erlaubten leichten Mahlzeit müssen konsequent eingehalten werden.
  • Sofern medizinisch nichts anderes angeordnet wurde, ist während der Behandlung üblicherweise eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens 1,5 Litern täglich vorgesehen, um das Risiko von Nierensteinen zu senken.
  • Bei Herz- oder Nierenerkrankungen darf die Trinkmenge nicht eigenständig erhöht werden; hier ist die ärztlich empfohlene Menge maßgeblich.
  • Eine vergessene Einnahme wird nicht mit einer doppelten Dosis ausgeglichen. Maßgeblich sind die Anweisungen der Packungsbeilage oder der behandelnden Praxis.

Erinnerungsfunktionen, ein schriftlicher Einnahmeplan und eine abgestimmte Planung der Mahlzeiten können helfen, unregelmäßige Abstände zu vermeiden. Wiederholte Versäumnisse sollten frühzeitig angesprochen werden, da dauerhaft unzureichende Wirkstoffspiegel die Entwicklung resistenter Virusvarianten begünstigen können.

Stärke, Packungsgrößen und Aufbewahrung

Wir führen Indinavir als 400-mg-Kapseln in Packungen mit 30 oder 60 Kapseln. Welche Packungsgröße zum verordneten Therapieplan passt, hängt von der Zahl der täglich einzunehmenden Kapseln und der vorgesehenen Behandlungsdauer ab. Die kleinere Packung ist nicht automatisch für einen Therapiebeginn oder einen Verträglichkeitstest bestimmt, und die größere Packung sagt nichts über die medizinisch geeignete Behandlungsdauer aus.

Die Kapseln müssen bei 15 °C bis 30 °C im fest verschlossenen Originalbehälter aufbewahrt werden. Das enthaltene Trockenmittel verbleibt im Behälter, damit die Kapseln vor Feuchtigkeit geschützt sind. Kapseln aus einem beschädigten oder nicht mehr dicht verschlossenen Behälter sollten nicht ohne Rücksprache verwendet werden. Wie bei anderen Arzneimitteln ist auf eine für Kinder unzugängliche Aufbewahrung zu achten.

Was lässt sich von der Behandlung erwarten?

Als Bestandteil einer wirksamen Kombinationstherapie kann Indinavir dazu beitragen, die HIV-Viruslast zu senken und die Immunfunktion zu erhalten oder zu verbessern. Der Erfolg lässt sich nicht zuverlässig daran erkennen, ob sich die behandelte Person kurzfristig besser fühlt. Entscheidend sind regelmäßige Messungen der Viruslast, der CD4-Zellzahl und weiterer medizinisch relevanter Laborwerte.

Wie schnell die Viruslast reagiert, hängt unter anderem vom Ausgangswert, der Empfindlichkeit des Virus, den Kombinationspartnern und der konsequenten Einnahme ab. Eine bestimmte Wirkung innerhalb eines festen Zeitraums kann deshalb nicht zugesichert werden. Auch bei nicht mehr nachweisbarer Viruslast muss die Therapie weiter nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden. Eine Unterbrechung kann zum Wiederanstieg der Viruslast führen und die Wirksamkeit einzelner Bestandteile der Kombination beeinträchtigen.

Indinavir verhindert außerdem nicht automatisch die Übertragung von HIV. Die behandelnde Praxis kann erläutern, welche Schutzmaßnahmen und welche Bedeutung eine dauerhaft unterdrückte Viruslast in der individuellen Situation haben.

Wichtige Sicherheitsaspekte

Zu den besonders relevanten Risiken von Indinavir zählen Nierensteine und andere Beschwerden der Harnwege. Schmerzen im Rücken, in der Seite oder im Unterbauch, Blut im Urin, Probleme beim Wasserlassen oder eine deutlich verminderte Urinmenge müssen zeitnah medizinisch abgeklärt werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko senken, schließt es aber nicht aus.

Weitere wichtige Punkte sind:

  • Erhöhte Blutzuckerwerte, neu auftretender Diabetes oder eine Verschlechterung eines bestehenden Diabetes wurden unter proteasehemmerhaltigen Therapien beobachtet.
  • Indinavir kann den Bilirubinwert erhöhen und eine Gelbfärbung von Haut oder Augen verursachen. Eine solche Veränderung sollte ärztlich beurteilt werden.
  • Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Indinavir oder einen enthaltenen Hilfsstoff darf das Präparat nicht angewendet werden.
  • Schwindel oder verschwommenes Sehen können die Fahrtüchtigkeit und die sichere Bedienung von Maschinen beeinträchtigen.
  • Während einer Schwangerschaft kommt Indinavir nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung infrage.
  • Bei HIV wird vom Stillen abgeraten, um eine mögliche Übertragung des Virus auf das Kind zu vermeiden. Die individuelle Betreuung erfolgt durch das zuständige Behandlungsteam.

Darüber hinaus können unter einer antiretroviralen Behandlung Veränderungen des Fettstoffwechsels, der Fettverteilung oder der Leberwerte auftreten. Neue oder zunehmende Beschwerden sollten nicht eigenständig durch ein Absetzen behandelt werden. Ein plötzliches Beenden kann die gesamte Kombinationstherapie gefährden.

Wechselwirkungen konsequent prüfen

Das Wechselwirkungspotenzial ist ein zentraler Entscheidungsfaktor. Bestimmte Arzneimittel dürfen nicht zusammen mit Indinavir angewendet werden, während andere eine Dosisanpassung oder engere Kontrollen erfordern können. Besonders relevant sind Präparate, die CYP3A4 stark hemmen oder anregen.

Johanniskraut kann den Indinavirspiegel deutlich senken und damit die antivirale Wirkung beeinträchtigen. Auch Rifampicin ist wegen seiner starken Enzymanregung problematisch. Bei bestimmten Cholesterinsenkern, Beruhigungs- und Schlafmitteln, Mitteln gegen Herzrhythmusstörungen, Arzneimitteln gegen Pilzinfektionen sowie anderen HIV-Wirkstoffen können ebenfalls schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten. Eine kurze Auswahl ersetzt keine vollständige Prüfung der gesamten Medikation.

  • Alle Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate sollten mit Namen und Dosierung dokumentiert werden.
  • Vor jeder neuen Verordnung muss auf die Behandlung mit Indinavir hingewiesen werden.
  • Auch nicht verschreibungspflichtige Mittel sollten erst nach einer fachlichen Wechselwirkungsprüfung ergänzt werden.
  • Dosierungen dürfen weder zur Umgehung einer Wechselwirkung noch wegen vermuteter Nebenwirkungen eigenständig verändert werden.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn mehrere behandelnde Praxen beteiligt sind. Eine gemeinsame, aktuelle Medikamentenliste erleichtert die Abstimmung und verringert das Risiko, dass ein problematischer Kombinationspartner übersehen wird.

Vergleich mit anderen HIV-Therapieoptionen

Indinavir ist nicht grundsätzlich besser oder schlechter als jede andere HIV-Therapie. Sein Stellenwert hängt von der individuellen Resistenzlage, früheren Behandlungen und der Frage ab, ob das Einnahmeschema dauerhaft praktikabel ist. Neuere Wirkstoffe oder pharmakologisch verstärkte Kombinationen können weniger häufige Einnahmen ermöglichen, haben jedoch eigene Risiken und Wechselwirkungen.

Kaletra enthält Lopinavir und Ritonavir. Ritonavir verstärkt den Wirkstoffspiegel von Lopinavir, beeinflusst aber ebenfalls zahlreiche andere Arzneimittel. Ein möglicherweise einfacherer Einnahmeplan bedeutet daher nicht automatisch, dass die Kombination für eine bestimmte Person besser geeignet ist. Nevirapine gehört dagegen zu den nichtnukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern und weist ein anderes Nebenwirkungsprofil auf, zu dem unter anderem schwere Hautreaktionen und Leberschäden gehören können.

Indinavir und Nevirapin: Wichtige Unterschiede

KriteriumIndinavirNevirapin
WirkstoffIndinavirNevirapin
WirkstoffklasseProteasehemmer (PI)Nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer (NNRTI)
Übliche AnwendungHIV-1-Therapie in Kombination mit anderen antiretroviralen ArzneimittelnHIV-1-Therapie in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln
DarreichungsformKapselnTabletten
Verfügbare Stärke400 mg200 mg
Vergleich der beiden Wirkstoffe für die HIV-Therapie.

Auch Atazanavir, Darunavir, Saquinavir, Nelfinavir, Fosamprenavir und Tipranavir sind Proteasehemmer, unterscheiden sich jedoch bei Anwendung, Verstärkung, Wechselwirkungen und Resistenzbarriere. Die Wahl einer Alternative sollte nicht allein vom Wunsch nach weniger Kapseln oder selteneren Einnahmen abhängen. Maßgeblich sind die vollständige antiretrovirale Kombination und ihre Eignung für die individuelle medizinische Situation.

Zugang und Verschreibungspflicht in Deutschland

Indinavir ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf nur gegen ärztliche Verschreibung abgegeben werden. Eine Onlinebestellung ersetzt weder die ärztliche Untersuchung noch die erforderliche Verschreibung. Anhand der vorliegenden Produktangaben lässt sich für Indinavir 400 mg Kapseln keine aktuell bestätigte deutsche Zulassung und kein deutscher Zulassungsinhaber eindeutig zuordnen.

Vor einer Bestellung sollte deshalb geklärt sein, welches konkrete Präparat verordnet wurde und welche gültigen Produktinformationen dafür gelten. Die aktuelle Fachinformation und Packungsbeilage müssen sich auf das tatsächlich abgegebene Arzneimittel beziehen. Fragen zum Zulassungsstatus, zur Verordnung oder zur medizinischen Umstellung gehören in die behandelnde Praxis beziehungsweise zu der Apotheke, die das Arzneimittel abgibt.

Die regulatorische Verschreibungspflicht ist von unseren Bestellschritten zu unterscheiden: Dass wir Indinavir in unserem Katalog führen, ändert nichts an den gesetzlichen Voraussetzungen für die Abgabe. Eine antiretrovirale Behandlung sollte durch eine HIV-Schwerpunktpraxis oder eine entsprechend erfahrene Klinikambulanz begleitet werden, damit Viruslast, Immunstatus, Organfunktion und mögliche Wechselwirkungen kontrolliert werden können.

Bestellung und Unterstützung durch unser Team

Wir führen Indinavir 400 mg Kapseln in Packungen mit 30 und 60 Kapseln in unserem Katalog. Vor dem Abschluss einer Bestellung sollten Produktname, Stärke, Darreichungsform, Packungsmenge und die erforderliche Verschreibung mit der ärztlichen Verordnung übereinstimmen. Die Aufnahme in unseren Katalog ist keine Empfehlung, eine bestehende HIV-Therapie eigenständig zu beginnen, zu wechseln oder wieder aufzunehmen.

Bei Fragen zu den verfügbaren Packungsgrößen oder zu unseren Bestellschritten ist unser Support rund um die Uhr per E-Mail, Onlinechat und Telefon erreichbar. Für pharmazeutische Fragen steht ebenfalls fachliche Unterstützung zur Verfügung. Medizinische Entscheidungen, Dosisänderungen und die Auswahl der Kombinationspartner bleiben jedoch Aufgabe der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes.

Wir sind seit 2010 tätig. Angaben zu Versand und Lieferung sollten anhand der im konkreten Bestellvorgang bestätigten Informationen geprüft werden; ohne eine solche Bestätigung geben wir keine feste Lieferdauer an.

Ist Indinavir die passende Wahl?

Indinavir 400 mg Kapseln können eine ärztlich begründete Option sein, wenn der Wirkstoff zum Resistenzprofil und zur übrigen antiretroviralen Kombination passt. Entscheidend ist außerdem, ob mehrere tägliche Einnahmezeitpunkte, die Vorgaben zu Mahlzeiten, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und die sorgfältige Kontrolle von Wechselwirkungen zuverlässig umgesetzt werden können.

Gegen Indinavir können insbesondere frühere Nierensteine, relevante Begleiterkrankungen, schwer zu vermeidende Wechselwirkungen oder ein Alltag sprechen, in dem das Einnahmeschema voraussichtlich nicht eingehalten werden kann. In solchen Fällen können andere Proteasehemmer oder Wirkstoffe aus anderen Klassen geeigneter sein. Keine Alternative ist jedoch allein wegen einer geringeren Einnahmehäufigkeit allgemein überlegen.

Vor der Bestellung sollten daher vier Punkte feststehen: die eindeutige ärztliche Verordnung, die vollständige Wirkstoffkombination, die medizinisch passende Packungsmenge und ein realistischer Plan für die regelmäßige Einnahme. Sind diese Voraussetzungen nicht geklärt, sollte die Entscheidung zunächst mit der behandelnden HIV-Schwerpunktpraxis abgestimmt werden.

Medizinisch geprüft von
Brian Holtry
Arzt, Spezialist für Infektionskrankheiten und medizinischer Autor
Aktualisiert 11. August 2026

Kundenfragen

Gefragt von Anja Schneider, Duisburg, Germany

Meine neue Packung Indinavir sieht anders aus als die aus meiner letzten Bestellung. Was sollte ich vor der Einnahme vergleichen?

Beantwortet von Support-Team

Ein anderes Aussehen allein bedeutet nicht, dass das Produkt falsch ist. Vergleichen Sie Wirkstoff, Stärke von 400 mg, Darreichungsform Kapseln, Herstellerangabe, Packungsaufdruck sowie Chargen- und Verfalldatum. Wenn Wirkstoff, Stärke, Kapseln, Prägung oder Verpackungszustand nicht stimmen oder zweifelhaft sind, verwenden Sie das Produkt bitte nicht, bevor die Abweichung geklärt ist.

Gefragt von Markus Weber, Wiesbaden, Germany

Ich nehme Indinavir und habe seit heute starke Schmerzen in der Flanke und Blut im Urin bemerkt. Kann das von den Kapseln kommen?

Beantwortet von Support-Team
Medizinisch geprüft von Donna Brettler

Ja, Indinavir kann Nieren- oder Harnwegssteine verursachen; Flankenschmerzen und Blut im Urin müssen deshalb noch am selben Tag ärztlich abgeklärt werden. Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich, sofern Ihnen keine Flüssigkeitsbeschränkung verordnet wurde, und lassen Sie Ihre antiretrovirale Behandlung umgehend medizinisch beurteilen.

Arzneimittel-Spezifikationen

WirkstoffIndinavir
WirkstoffklasseHIV-Proteasehemmer
DarreichungsformKapseln
Verfügbare Stärken400 mg
AnwendungswegZum Einnehmen
AufbewahrungBei 15 °C bis 30 °C im fest verschlossenen Originalbehälter mit Trockenmittel aufbewahren, um die Kapseln vor Feuchtigkeit zu schützen.
ATC-CodeJ05AE02

Regulatorische Informationen

Zulassung in DeutschlandDer Wirkstoff Indinavir verfügt in Deutschland derzeit über keine arzneimittelrechtliche Zulassung für die Anwendung am Menschen.

Weitere Informationen